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FIfF-Kommunikation 4/2018 erschienen

Alter(n)sgerechte Informatik

Wir alle werden älter – und das wirkt sich auf unsere IT-Nutzung aus. Machen die stetigen Veränderungen durch

FK 4/2018 Cover

die Digitalisierung unser Leben im Alter schwerer, oder ermöglicht gerade die Digitalisierung auch im hohen Alter ein selbstbestimmtes Leben? Auch für Jüngere ergeben sich Herausforderungen: Wie gehen Kinder und Jugendliche mit den Chancen und Risiken der Digitalisierung um? Mit diesen Fragen setzt sich der Schwerpunkt in Ausgabe 4/2018 auseinander. 

Henning Lübbecke und Eberhard Zehendner führen in den Schwerpunkt ein. Sie ziehen ein grundsätzlich positives Fazit: Es gibt bereits etliche gute Ansätze, bestehende IT-Produkte altersgerecht zu erweitern oder, besser, neue von Anfang an für so gut wie alle Menschen tauglich zu gestalten – teils bereits umgesetzt, teils als immerhin konkrete Projektideen. Dennoch bleibt die Frage, ob es gelingen wird, die gesellschaftliche Relevanz in Mechanismen politischen Handelns und hochrangiger Gesetzgebung zu verankern, und natürlich auch im Bewusstsein der meisten Menschen.

Einer der Höhepunkte der FIfF-Konferenz 2018 war die Verleihung der Weizenbaum-Medaille an Professor Dr. Wolfgang Coy. In seiner Rede als Preisträger, die wir gemeinsam mit der Laudatio von Hans-Jörg Kreowski in Auszügen abdrucken, sprach Wolfgang Coy über die Aufbereitung ethischer Konflikte in Dialogen. 

Die Blockchain hat sich zu einem Modethema der Digitalisierung entwickelt. Darauf aufbauend sind Kryptowährungen – die bekannteste davon wohl Bitcoin – entstanden, die von manchen als das Zahlungsmittel der Zukunft gepriesen werden. Silke Ötsch setzt sich kritisch damit auseinander: „Kryptowährungen sind derzeit keine regulären Zahlungsmittel, sondern Spekulationsobjekte, die Möglichkeiten der Geldpolitik negieren, Risiken für die Stabilität des Finanzsystems bergen und auf Märkten anzutreffende Machtverhältnisse ausblenden.“ Die Blockchain sei „kein Ersatz für klassische politische Gestaltung und Regulierung von Macht“, stellt auch Rainer Rehak in seinem Beitrag Die Blockchain: Das Recht der (Rechen-)Stärkeren fest. „Der ewige Wunsch, soziale und gesellschaftliche Probleme durch neutrale Technik lösen zu wollen, bleibt auch mit der Blockchain unerfüllbar.“ Kritisch zur Digitalisierung auch der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum: „Die Digitalisierung bietet Chancen bei der Durchsetzung von Menschenrechten, andererseits ist sie gefährlich“, so Baum.

Zusätzlich enthält die Ausgaben Beiträge aus unserer Kooperation mit netzpolitik.org. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite (http://fiff.de/publikationen/fiff-kommunikation/).