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FIfF-Ko 1/2009 - Über die (Co)-Konstruktion der Militärrobotik aus Wissenschaft und Fiktion

Mitwirkende: Stefan Krebs

In der Berichterstattung über aktuelle Entwicklungen in der Robotik werden gerne rhetorische Anleihen an die Roboter aus der Science-Fiction gemacht. So lautet der Aufmacher eines Berichts in den VDI nachrichten vom 21. Juli 2006: „Aus Science-Fiction wird immer wieder Wirklichkeit: Exoskelette als Kraftverstärker können Menschen beim Gehen unterstützen oder Lagerarbeitern zu mehr Kraft und Ausdauer verhelfen [...]. Aber auch die Militärforschung setzt auf Exoskelette, weil Soldaten damit viel leistungsfähiger werden – US-Superman lässt grüßen.“ (VDI 2006) Ein anderes Beispiel ist ein Bericht über Außenskelette in der deutschsprachigen Technology Review, dort heißt es: „Von Atlas bis Zeus, von Superman bis Schwarzenegger – Geschichten übermenschlicher Kräfte durchziehen Mythologie wie Pop-Kultur. Jetzt aber kommen sie in der wirklichen Welt an [...].“ (Huang 2004: 100) Auch in der englischsprachigen Presse finden sich entsprechende Formulierungen. Im Juli 2005 betitelt die Fachzeitschrift Assembly einen Artikel über die neuesten Entwicklungen der humanoiden Robotik: „Humanoid Robots are no longer Science Fiction.“ (Weber 2005: 70) Vergleichbare Beispiele ließen sich anführen.

fiko_1_2009_krebs.pdf — PDF document, 223Kb