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„Du sollst nicht töten. Roboter bewaffnen? - Sagt Nein!“

 

Lebhafte Diskussionen entwickelten sich, als Aktive aus mehreren Friedensorganisationen am 29.September 2015 vor dem CCH (CongressCentrumHamburg) davor warnten, Roboter mit Waffen auszustatten. Sie luden mit ihrer Aktion zur Veranstaltung, am Donnerstag, den 1.September 2015, im Hauptgebäude der Uni Hamburg ein, um über die Bewaffnung von Robotern und die Auswirkung auf zukünftige Kriegsführung zu diskutieren.

Anlass für die Veranstaltung war der weltweite Kongress IROS (Intelligente Roboter und Systeme) im CCH in Hamburg vom 28.9.2015 bis 2.10.2015. Die Organisatoren der IROS gehen davon aus, dass die dort präsentierten Forschungen überwiegend nicht militärisch motiviert und finanziert sind. Wir nahmen die Konferenz und das damit geweckte Interesse an der Robotik zum Anlass, auf die Gefahren der Bewaffnung von Robotern, wie zum Beispiel Drohnen, hinzuweisen.

Experten auf dem Gebiet der der bewaffneten Drohnen und der automatisierten Kriegsführung durch Roboter und Maschinen Christoph Marischka, Informationsstelle Militarisierung e.V., Prof. Dr. Hans-Jörg Kreowski, Vorstand des Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftlich Verantwortung, Lühr Henken, Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag hielten kurze Einstiegsreferate. Als Vertreter der IROS Konferenz kam Prof. Rüdiger Dillmann zu Wort. Nach den Einstiegsreferaten ergab sich eine rege Diskussion. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet, wann sie wo veröffentlicht wird, wird bekannt gegeben.

Viele Expertinnen und Experten sind über die technische Entwicklung, dass in wenigen Jahren schon Maschinen/Roboter selbständig Menschen töten könnten, alarmiert. Um ein erneutes Wettrüsten zu verhindern, haben 1400 Wissenschaftler, unter ihnen Steven Hawking, in einem internationalen Aufruf  dazu aufgefordert, eine solche Entwicklung zu verhindern und  robotergesteuerte Waffen durch internationale Verträge zu ächten. Bereits gelungen ist es, internationale Abrüstungsverträge über chemische, biologische und teilweise über atomare Waffen abzuschließen.                                                            

Beteiligte Gruppen: Amnesty International Bezirk Hamburg, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen(DFG-VK). Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung, Hamburg(FIfF), GEW Friedensausschuss, Hans Arthur Marisiske- Journalist und Buchautor,  AK Friedenswissenschaft Uni Hamburg, Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V. IKM