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Du sollst nicht töten! Roboter bewaffnen? - Sagt Nein

Veranstaltung am 1. Oktober 2015 während dem Robotik-Kongress mit

Was
  • Regionalgruppe Hamburg
  • Vortrag
Wann 01.10.2015
von 19:00 bis 21:00
Wo Hauptgebäude der Uni Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, Hamburg
Termin übernehmen vCal
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Robot

Roboter iCub, einem lernenden Kind nachgebildet (Waffe Montage)

Christoph Marischka, Informationsstelle Militarisierung e.V., Drohnenforschungsatlas
Prof. Dr. Hans-Jörg Kreowski, Theoretische Informatik Uni Bremen, Mitglied der Leibniz Sozietät, Vorstand des Forums InformatikerInnen für den Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF)
Lühr Henken, Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag, Drohnen-Kampagne

Ende September treffen sich über tausend Wissenschaftlerinnen und Wissen-schaftler im CCH (Congress Center Hamburg) zur Konferenz über "Intelligente Roboter und Systeme (IROS 2015)". Sie tauschen sich über die neusten Forschungsergebnisse zur Anwendung künstlicher Intelligenz auf dem Gebiet der Robotik aus. Ein sehr hoher Anteil dieser Forschung wird vom Militär finanziert; in den USA sind es drei Viertel.

Uns ist bewusst, dass die bei der IROS präsentierten Forschungen überwiegend nicht militärisch motiviert und finanziert sind. Dennoch nehmen wir die Konferenz und das damit geweckte Interesse an der Robotik generell zum Anlass, dem CCH gegenüber zur Veranstaltung einzuladen "Du sollst nicht töten -- Roboter bewaffnen? Sagt Nein".

Das Thema ist relevant: Die Bundesregierung will noch dieses Jahr entscheiden, welche Drohnen sie samt zugehöriger Waffen einkauft. Außerdem hat sie dieses Jahr ein europäisches Projekt zur Entwicklung einer Kampfdrohne der nächsten Generation auf den Weg gebracht.

Mit drei Experten auf ihrem Gebiet wollen wir gemeinsam mit allen Teilnehmen-den Fragen von Rüstung und Robotik behandeln. In der aktuellen Auseinander-setzung über den Einsatz von Drohnen und anderen Robotern sind folgende Fragen besonders spannend:

○ Warum sind Roboter für das Militär so interessant, welche Erfahrungen hat es und warum finanziert es die Forschung massiv? Machen Roboter es Regierungen leichter, Kriege zu führen?
○ Worin besteht die neue Qualität maschinellen Tötens mit Drohnen und anderen Robotern? Macht es einen Unterschied, ob ein Soldat einen anderen erschießt, ein Pilot eine Bombe abwirft, eine Cruise Missile abfeuert, eine Landmine scharf macht, eine Drohne fernsteuert oder einen Roboter zum Töten programmiert?
○ Sind Drohnen und Roboter lediglich eine andere Art von Waffen oder gibt es Gründe, sie ähnlich wie Landminen, chemische, biologische oder atomare Waffen international zu ächten? Gibt es eine rote Linie? Wenn ja, wo ist sie? Geht es um Autonomie, um Bewaffnung oder generell um militärische Nutzung?
○ Wie ist die Beschaffung und der Einsatz von Robotern zum Töten und ein neuer Rüstungswettlauf zu verhindern?

Es laden ein: Amnesty International Bezirk Hamburg, Deutsche Friedensgesellschaft -- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung Hamburg (FIfF), GEW Friedensausschuss, Harte Zeiten - Junge Sozialisten und Fachschaftsaktive an der Uni Hamburg, Hans-Arthur Marsiske, IKM Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V.

Weitere Informationen zum Thema:
www.drohnen-kampagne.de, www.friedensratschag.de, www.imi-online.de

Herausgeber: Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK), Postfach 606125, 22253 Hamburg; hamburg@dfg-vk.de Verantwortlich: Detlef Mielke; Druck: Eigendruck

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