Tagungsband Wissenschaft zwischen Krieg und Frieden

Am 14. März 2025 fand in Berlin das Kolloquium Wissenschaft zwischen Krieg und Frieden – Verantwortung für eine menschenwürdige Technik- und Gesellschaftsentwicklung anlässlich des 90. Geburtstags von Klaus Fuchs-Kittowski statt. Die Veranstaltung war maßgeblich vom FIfF mitorganisiert. Jetzt ist der Tagungsband mit viel FIfF erschienen: Die Hälfte der Autor:innen sind FIfF-Mitglieder, vier der fünf Herausgeber ebenfalls. Der Band kostet 28.80 Euro und kann beim trafo-Wissenschaftsbverlag unter info@trafoberlin.de bestellt werden.

Cover des Tagungsbandes

Klappentext

In der Präambel der 1945 verabschiedeten UN-Charta erklären die Unterzeichnerstaaten – inzwischen fast alle in der Welt – die Menschheit vor der Geißel des Krieges zu bewahren. Die Vereinten Nationen haben ihr Versprechen bis heute nicht gehalten. Im Gegenteil hat es seit dem Zweiten Weltkrieg weit über 100 Kriege gegeben. Von den aktuell stattfindenden Kriegen mit teils hohen Opferzahlen sind der Krieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine und der Krieg Israels und der Vereinigten Staaten von Amerika gegen den Iran besonders gefährlich, weil sie weltweit gravierende Auswirkungen haben und die Gefahr der Ausweitung in sich bergen. Beide Kriege zeigen zumal gegenüber früheren Kriegen einen gewaltigen Wandel in der bevorzugt eingesetzten Waffentechnologie. So werden von allen Kriegsparteien täglich Hunderte bewaffnete Drohnen abgefeuert – eine Waffe, die es ohne moderne Informationstechnik nicht gäbe. Auch spielen – weniger offensichtlich – digitalisierte Ausspähung, Überwachung und Kriegsplanung eine immer bedeutendere Rolle. Der vorliegende Band dokumentiert das Kolloquium Wissenschaft zwischen Krieg und Frieden – Verantwortung für eine menschenwürdige Technik- und Gesellschaftsentwicklung, das am 14. März 2025 in Berlin stattfand. Die Beiträge diskutieren moderne Waffen- und Kriegstechnik sowie verschiedene Szenarien im Kontext von Krieg und Frieden, aber auch Auswege hin zum Frieden in der Welt, wie sie beispielsweise die Idee des Digitalen Humanismus weist.

Inhaltsverzeichnis

Frank Fuchs-Kittowski, Wolfgang Hofkirchner, Hans-Jörg Kreowski, Gerhard Pfaff, Christian Stary: Editorial

Hans-Jörg Kreowski: Die Digitalisierung des Kriegs

Rainer Rehak: Der Mythos der „gezielten Tötung” – Zur Verantwortung von KI-gestützten Zielsystemen am Beispiel „Lavender“

Wolfgang Hofkirchner: Imperative einer Friedenslogik für die Schicksalsgemeinschaft der Menschheit

Klaus Fuchs-Kittowski: Wider den Geist einer geistlosen Zeit, die Macht der Computer und die Zerstörung der Vernunft – Verantwortung für eine menschenwürdige Technik- und Gesellschaftsentwicklung

Christian Fuchs: Klaus Fuchs-Kittowskis Radikaler Digitaler Humanismus: Ein kritischer Ansatz im Forschungsbereich Informatik und Gesellschaft

Christian Stary: Das Wechselverhältnis von digitaler Transformation und Informations- und Wissensgenerierung

Dieter Segert: Protest gegen Aufrüstung und Krieg – Fragen zu seiner politischen Wirkung

Heinrich Niemann: Nach der Pandemie – Lehren und Fragen aus ärztlicher Sicht

Joachim Wernicke: NATO-Osterweiterung seit 1989: Äußerer Eingriff und Wirtschaftszerstörung – BRD gegen DDR sowie 2+4-Vertrag

Rainer Fischbach: Das Titanic-Syndrom: Fehlsteuerung in Technik und Politik

Marianne Linke: Wie greifen Kriege in die Umwelt ein?

Gerhard Pfaff: Wanderer zwischen Naturwissenschaft, Informatik und Philosophie – Laudatio für Klaus Fuchs-Kittowski

Christiane Floyd: „Inmitten der Brandung“ – Laudatio für Klaus Fuchs-Kittowski

Klaus Fuchs-Kittowski: Replik des Gewürdigten: Philosophie – Bio-Kybernetik – Informatik

Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

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