FK 3/26 Künstliche Intelligenz und digitale Medien in der Bildung
Die Digitalisierung der Gesellschaft schreitet immer schneller voran. In den Schulen hat die Covid 19-Pandemie diesen Prozess verstärkt, und jetzt schiebt der Hype um Künstliche Intelligenz ihn im Bildungsbereich nochmals an. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat eine Handreichung für Künstliche Intelligenz in der Schule herausgegeben. In der Öffentlichkeit wird breit über die Nutzung von Sozialen Medien für Kinder und Jugendliche diskutiert, zum Teil sogar ein Verbot gefordert. Wir wollen das zum Anlass nehmen, Einsatz und Konzepte von digitalen Medien in der schulischen Bildung zu reflektieren. Dabei gilt es, die Veränderungen durch generative Künstliche Intelligenz zu verstehen und kritisch einzuordnen.
Tanz mit einem digitalen Schwarm
Für den Schwerpunkt erbitten wir Beiträge, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Dabei adressieren wir
- die technologische Perspektive, welche die Funktionsweise, Wirkprinzipien und Gestaltung der technischen Systeme analysiert, die die digitale Welt prägen,
- die gesellschaftlich-kulturelle Perspektive, welche die Verflechtung digitaler Netzwerke mit Individuen und Gruppen untersucht
- die anwendungsbezogene Perspektive, welche die begründete Auswahl von Systemen und deren kompetente Nutzung im Blick hat.
Es geht uns sowohl um Forschungsergebnisse als auch um Fallbeispiele aus der schulischen Praxis. Wir wünschen uns Artikel, die ein für den Bildungsbereich adäquates Design von digitalen Medien untersuchen, aber auch solche, die didaktische Fragen ihres sinnvollen Einsatzes in den Mittelpunkt stellen oder Probleme der Nutzung digitaler Medien thematisieren. Auch die Nutzung sozialer Medien, nicht nur von Kindern und Jugendlichen, kann problematisiert werden. Ein besonderer Schwerpunkt soll sein, ob es qualitative Veränderungen durch das Vordringen generativer KI im Schulbereich gibt, worin sie bestehen und welche neuen Herausforderungen sich daraus ergeben. Zugespitzt gefragt: Erfordert die Situation radikal neue Bildungskonzepte oder geht es nur um die Anpassung an neue technische Tools? Was folgt daraus für Unterrichtskonzepte und was für die Ausbildung von Lehrer:innen?
Bernard Robben und Margita Zallmann
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